Projektseite Gesamtkonzept Elbe

Logo: Länderwappen

Panoramadarstellung verlandeter Buhnenfelder bei Werben
Quelle: BfG

Wasserbewirtschaftung

Die Bewirtschaftung der Gewässer im Elbeeinzugsgebiet wird länderübergreifend unter Beteiligung des Bundes in der Flussgebietsgemeinschaft Elbe koordiniert. Es stehen der ökologische und chemische Zustand der Oberflächengewässer, der chemische und mengenmäßige Zustand des Grundwassers und das Hochwasserrisikomanagement im Fokus.

Wasserqualität und Hochwasserschutz an der Elbe

Luftbild der Festung Königstein und des Liliensteins in der Sächsischen Schweiz. Dazwischen fließt die Elbe in einem großen Bogen durch das Bild. Malerisch liegt die Festung Königstein an der Elbe, El-Km 14-22. Quelle WSV, Andreas Hilger

Die Elbe besteht als Fluss nicht nur aus einem eigenständigen Hauptstrom. Sie wird maßgeblich durch die einmündenden Gewässer und die angrenzende Landschaft beeinflusst. Gemeinsam bilden Sie das Einzugsgebiet des Flusses. So wirkt sich unter anderem der Zustand der Böden, der Seitengewässer und des angrenzenden Grundwassers auf die Wasserqualität und den Abfluss der Elbe aus. Verschmutzungen umliegender Flüsse, Seen und Böden gelangen direkt oder über das Grundwasser in die Elbe und beeinflussen die dort lebenden Tiere und Pflanzen. Derzeit liegen die Werte von Stoffen wie Nitrat, Phosphor und Quecksilber in der Elbe zum Teil deutlich über den festgelegten Grenzwerten der europäischen Wasserrahmenrichtlinie (WRRL).

Hochwasser können die Qualität des Wassers und der Auenlandschaft zusätzlich verschlechtern. Belastungen aus dem gesamten Einzugsgebiet werden in die Elbe ausgetragen und können somit stromabwärts Einfluss auf den Zustand des Flussgebiets bis in die Nordsee haben.

Genauere Informationen zur Wasserqualität und zum Hochwasserschutz an der Elbe finden Sie in der detaillierten Schwachstellenanalyse zur Wasserbewirtschaftung von 2014. Darüber hinaus erhalten Sie auch Informationen auf den Webseiten der FGG Elbe oder der Internationalen Kommission zum Schutz der Elbe.

Mögliche Maßnahmen zur Verbesserung der Wasserwirtschaft

Luftbild des Überschwemmungsgebietes der Elbe. Großflächig stehen Häuser und Bäume im Wasser. Hochwasser an der Elbe im Jahr 2013. Quelle WSV, Andreas Hilger

Im Gesamtkonzept Elbe werden wasserwirtschaftliche Maßnahmenoptionen aufgeführt, die den Zustand der Elbe langfristig und nachhaltig verbessern können. Dies geschieht im Zusammenspiel mit den Maßnahmenoptionen aus den Bereichen Naturschutz sowie Stromregelung und Verkehr.

Damit weniger Nähr- und Schadstoffe in den Fluss gelangen, können zum Beispiel kommunale oder gewerbliche Kläranlagen neu gebaut oder vorhandene verbessert werden. Das Anlegen von Gewässerschutzstreifen und die Reduzierung oder der Verzicht auf Düngemittel und Pestizide in der Landwirtschaft wirken sich zusätzlich günstig auf den Zustand der Wasserkörper aus.

Zur Verbesserung des Hochwasserschutzes müssen Deiche und Schutzanlagen ertüchtigt oder neu gebaut werden. Es bedarf der Ausweisung weiterer Überschwemmungsgebiete als Retentionsflächen, in denen der Hochwasserabfluss verlangsamt werden kann. Hierfür bieten sich die natürlichen Auenflächen an. Gleichzeitig profitiert die Natur der Auen davon.

Zusammenfassend sind die Ziele der Maßnahmenoptionen:

  • Wasser- und Bodenverschmutzung im Einzugsgebiet der Elbe vermindern sowie
  • Hochwasserschutz verbessern.

Für detaillierte Informationen finden Sie im Folgenden die Maßnahmenoptionen der Themenfelder E, W und G, die Möglichkeiten zur Umsetzung der benannten Ziele darstellen. Zusätzlich können Sie sich ein Bild zum aktuellen Zustand der Wasserbewirtschaftung machen. Eine Zieldefinition für das Arbeitspaket Wasserwirtschaft/Hochwasserrisikomanagement enthält die Ausgabe des Gesamtkonzeptes Elbe in Anlage 3.

Maßnahmenoptionen zur Erosionsbekämpfung und Geschiebehaushalt (Themenfeld E)
Stabilisierung der Sohle und des Wasserspiegels

E.01: Querschnittsaufweitung

Maßnahmentyp/Erläuterung

  • Absenkung zu hoch liegender Buhnen (Buhnenkörper und Buhnenkopf)

Einsatzmöglichkeiten

  • Absenkung der über dem aktuellen Mittelwasser liegender Buhnen. Einsatzmöglichkeit grundsätzlich in allen Bereichen zu hoch liegender Bauwerke.

Wirkung

Strombau/Verkehr:

  • Senkung des Transportvermögens im Bereich des mittleren Abflusses und der Ausuferung und somit Reduzierung der Sohlbelastung. Frühere Überströmung der Buhnen.

Naturschutz:

  • Synergie wahrscheinlich
  • Verbesserung der Gewässer- und Uferstruktur - Verringerung des Uferverbaus
  • sowohl Verbesserung als auch Verschlechterung der Entkopplung von Fluss und Aue möglich

Wasserwirtschaft:

  • grundsätzliche Möglichkeit der Habitatdifferenzierung gegeben

E.02: Randgewässeranschluss

Maßnahmentyp/Erläuterung

  • Anschluss temporär durchströmter, nebengerinneartiger, ufernaher Gewässerstrukturen (möglichst ober- und unterstrom)

Einsatzmöglichkeiten

  • Umstrukturierung vorhandener Ufersicherungen und Parallelwerke

Wirkung

Strombau/Verkehr:

  • Verringerung der Sohlschubspannung im Flussschlauch durch Abflussaufteilung.

Naturschutz:

  • Verringerung der Entkopplung Fluss - Aue
  • Verbesserung des ökologischen Zustandes der Randgewässer möglich (ggf. Einzelfallprüfung erforderlich)
  • Erhöhung der Gewässerstrukturvielfalt (Schaffung von Fischrückzugsräumen und eines temporär durchströmten, morphologisch heterogenen Nebengewässers sowie Vermeidung anaerober Zustände im Bereich, Vernetzung von Fluss und Aue.)

Wasserwirtschaft:

  • grundsätzliche Möglichkeit der Habitatdifferenzierung gegeben
  • Verringerung der Eutrophierung im Randgewässer möglich

E.03: Altarmanschluss/Flutrinnen

Maßnahmentyp/Erläuterung

  • Wiederanbindung abgeschnittener Altarme oder Reaktivierung alter Flutrinnen

Einsatzmöglichkeiten

  • verlandete bzw. nicht angeschlossene Altarme bzw. Flutrinnen

Wirkung

Strombau/Verkehr:

  • Reduzierung der Sohlschubspannung im Gewässerbett
  • Dynamisierung des Überflutungsgeschehens
  • Vergrößerung des Abflussanteils der Vorländer bei Abflüssen größer Mittelwasser zur Erweiterung der auentypisch überfluteten und überströmten Vorlandbereiche und Verlängerung der Überflutungsdauer.

Naturschutz:

  • Verringerung der Entkopplung Fluss - Aue
  • Verbesserung des ökologischen Zustandes der Randgewässer möglich (ggf. Einzelfallprüfung erforderlich)
  • Erhöhung der Gewässerstrukturvielfalt
  • Wiederherstellung und Verbesserung geschützter Biotope und Habitate besonders geschützter, auen- und gewässertypischer Tier- und Pflanzenarten und damit Förderung auentypischer Arten
  • Schaffung von Überwinterungsplätzen für Fische und von Retentionsräumen für Wirbellose und Fische möglich
  • Erhöhung der Anzahl von Fischlaichplätzen

Wasserwirtschaft:

  • grundsätzliche Möglichkeit der Habitatdifferenzierung gegeben
  • Verringerung der Eutrophierung im Randgewässer möglich

E.04: Streichlinienbreitenaufweitung

Maßnahmentyp/Erläuterung

  • Buhnenverkürzung zur Aufweitung des Mittelwasserbettes

Einsatzmöglichkeiten

  • bevorzugt in der Erosionsstrecke

Wirkung

Strombau/Verkehr:

  • Reduzierung des Sohlangriffs.
  • Verbesserung der hydraulischen Bedingungen durch Vergleichmäßigung des Strömungs- und Transportverhaltens.

Naturschutz:

  • Synergie wahrscheinlich
  • Verringerung der weiteren Entkopplung Fluss - Aue
  • Verbesserung der Gewässer- und Uferstruktur möglich

Wasserwirtschaft:

  • Verringerung der Sohlerosion

E.05: Sohlverbau

Maßnahmentyp/Erläuterung

  • Einfügen von lokalen Sohlsicherungen und Schwellen (Grundschwellen/Sohlschwellen) aus groben Natursteinen in die Sohle

Einsatzmöglichkeiten

  • in Starkgefällestrecken
  • in besonders erosionsanfälligen Bereichen

Wirkung

Strombau/Verkehr:

  • Vergleichmäßigung des Geschiebetransports
  • Stabilisierung von Kolken, Sohlstabilisierung, Reduzierung der Eintiefungsrate

Naturschutz:

  • durch Sohlschwellen Verringerung der weiteren Entkopplung Fluss - Aue
  • indirekte Schaffung von Strukturvielfalt am Gewässergrund (Erhöhung der Tiefenvarianz)
  • Grund- bzw. Sohlschwellen sind künftig neben den Pilotstrecken Klöden, Coswig und Wittenberg in den anderen Bereichen der Erosionsstrecke aktuell bzw. kurzfristig ein wirksames Mittel zur Erosionsbegrenzung

Wasserwirtschaft:

  • lokale Störung der ökologischen Übergangs- und Austauschzone zwischen Oberflächenwasser und Grundwasser möglich.

E.06: Vorlandabgrabung

Maßnahmentyp/Erläuterung

  • flächen- und/oder linienhafte Absenkung von Vorlandbereichen und Uferrehnen durch Abgrabungen einschließlich Reaktivierung Flutrinnensysteme

Einsatzmöglichkeiten

  • Bereiche verstärkter Auflandungen, Bereiche in denen das Gewässerbett des Flusses entlastet und der Strömungsangriff auf die Sohle bei Abflüssen über Mittelwasser reduziert werden soll.

Wirkung

Strombau/Verkehr:

  • Querschnittsaufweitung zur Reduzierung der Sohlschubspannung, Sohlstabilisierung, Dynamisierung des Überflutungsgeschehens u. a. durch Veränderung der Überflutungsflächen.

Naturschutz:

  • Beiträge zur Wiederherstellung
  • Entwicklung und Verbesserungen auen- und gewässermorphologischer Strukturen
  • kann insbesondere in Kombination mit anderen Maßnahmen (z. B. Anschluss Nebengewässer, Flutrinnen, Deichrückverlegung) Beiträge zur Reduktion der stetigen Auflandungsprozesse in der rezenten Aue leisten
  • Förderung auentypischer Arten
  • Verringerung der Überflutungshäufigkeit der Aue im größeren Kontext möglich

Wasserwirtschaft:

  • Erweiterung des Hochwasserabflussquerschnitts
  • grundsätzliche Möglichkeit der Habitatdifferenzierung gegeben

E.07: Geschiebezugabe

Maßnahmentyp/Erläuterung

  • Flächenhaftes Einbringen von flusstypischem Geschiebe, z. B. mit Hilfe von Klappschuten
  • Zusätzlich können Depotschüttungen vorgesehen werden.

Einsatzmöglichkeiten

  • In der gesamten Erosionsstrecke vornehmlich in Bereichen, an denen eine strömungsbegünstigte, zügige Mobilisierung gewährleistet ist.

Wirkung

Strombau/Verkehr:

  • Sohlstabilisierung, auf diese Weise erfolgt Geschiebedurchtransport ohne, dass aus der Sohle zusätzlich Material ausgetragen wird. Durch die Art der Zugabe erfolgt keine Behinderung für die Schifffahrt.

Naturschutz/Wasserwirtschaft:

  • Verringerung der weiteren Entkopplung Fluss- Aue

E.08: Grobkornanreicherung

Maßnahmentyp/Erläuterung

  • Gezieltes lokales Einbringen von flusstypischem, grobkörnigem Material, z. B. mit Hilfe von Klappschuten.

Einsatzmöglichkeiten

  • in der gesamten Erosionsstrecke

Wirkung

Strombau/Verkehr:

  • Sohlstabilisierung, das schwer erodierbare grobe Material fördert eine stabile Sohllage. Durch die Art der Zugabe erfolgt keine Behinderung für die Schifffahrt.

Naturschutz/Wasserwirtschaft:

  • Verringerung der weiteren Entkopplung Fluss - Aue

Maßnahmenoptionen zur Verbesserung des Hochwasserschutzes, Wasserrückhalt, Wasserhaushalt (Themenfeld W)
Verbesserung des Hochwasserschutzes, Wasserrückhalt, Wasserhaushalt

W.01: Maßnahmen zur Förderung des natürlichen Wasserrückhalts/Wiedergewinnung von natürlichen Rückhalteflächen

Maßnahmentyp/Erläuterung

  • Maßnahmen zur Förderung des natürlichen Wasserrückhalt in der Fläche

Einsatzmöglichkeiten

WRRL

  • Bereitstellung von Überflutungsräumen durch Rückverlegung von Deichen
  • Wiedervernässung von Feuchtgebieten
  • Moorschutzprojekte
  • Wiederaufforstung (Auwaldaufforstung)

HWRM-RL

  • Deichrückverlegungen

Wirkung

Wasserwirtschaft:

  • Vergrößerung von natürlichen Überflutungsräumen
  • Wasserrückhalt in der Fläche
  • temporäre Erhöhung GW-Stand in der Aue (WRRL)
  • Verbesserung des Hochwasserschutzes durch Rückgewinnung von natürlichen Überschwemmungsflächen, bereichsweise Verringerung der mittleren bis extremen Hochwasserstände möglich (HWRM-RL)

Naturschutz:

  • Maßnahme ist ein prioritäres naturschutzfachliches und auenökologisches Erfordernis
  • Verbesserung des Auenzustandes auf den hinzugewonnenen Überflutungsflächen (z. B. Wiedervernässung von Feuchtgebieten, Moorschutzprojekte, Auwald)
  • Vergrößerung der Auenfläche (NBS-Zielsetzung wird unterstützt)

W.02: Betrieb, Unterhaltung und Sanierung von Hochwasserrückhalteräumen und Stauanlagen

Maßnahmentyp/Erläuterung

  • Maßnahmen an Anlagen

Einsatzmöglichkeiten

  • Talsperren
  • Rückhaltebecken
  • Wehre
  • Fluss-/Kanalstauhaltung und
  • Polder

Wirkung

Wasserwirtschaft:

  • Schutz der Hochwasserschutzanlagen vor Überlastung (HWRM-RL)
  • Konflikte mit WRRL möglich (Verhinderung Ausuferungen, Verbesserung Gewässerstruktur, Sicherung ökologische Durchgängigkeit)

Naturschutz:

  • Konflikte mit Naturschutz i. d. R gegeben (Verhinderung Ausuferungen, Verbesserung Gewässerstruktur, Sicherung ökologische Durchgängigkeit)

W.03: Ausbau, Ertüchtigung bzw. Neubau von stationären und mobilen Schutzeinrichtungen

Maßnahmentyp/Erläuterung

  • Ausbau/Neubau von Bauwerken

Einsatzmöglichkeiten

  • Anlagen im Gewässerbett (Deiche, Hochwasserschutzwände, Stöpen, Siele und Sperrwerke) einschließlich der Festlegung und Einrichtung von Überlastungsstellen
  • Rückstauschutz und Gewährleistung der Binnenentwässerung (z. B. über Entwässerungsleitungen, Pumpwerke, Grobrechen, Rückstauklappen) sowie Einsatz mobiler Hochwasserschutzsysteme, wie Dammbalkensysteme, Fluttore, Deichbalken etc.
  • Errichtung von Flutungspoldern

Wirkung

Wasserwirtschaft:

  • Sicherung Hochwasserschutz
  • Konflikte mit WRRL möglich

Naturschutz:

  • Konflikte mit Zielen des Naturschutzes wahrscheinlich

W.04: Unterhaltung von vorhandenen stationären und mobilen Schutzbauwerken

Maßnahmentyp/Erläuterung

  • Maßnahmen an Bauwerken, die über die regelmäßige grundsätzliche Unterhaltung hinausgehen sowie der Festlegung und Einrichtung von Überlastungsstellen
  • Rückstauschutz und Gewährleistung der Binnenentwässerung
  • Erstellung bzw. Optimierung von Plänen für die Gewässerunterhaltung bzw. zur Gewässeraufsicht für wasserwirtschaftliche Anlagen

Einsatzmöglichkeiten

  • Anlagen im Gewässerbett (Deiche, Hochwasserschutzwände, Dünen, einschl. größerer Unterhaltungsmaßnahmen, Entwässerungsleitungen, Pumpwerke, Grobrechen, Rückstauklappen, Sperrwerke, Stöpen, Siele, Schließen)

Wirkung

Wasserwirtschaft:

  • Sicherstellung der bestimmungsgemäßen Funktionstüchtigkeit von Hochwasserschutzanlagen und Gewährleistung des schadlosen Hochwasserabflusses gemäß Bemessungsgröße (HWRM-RL)
  • Konflikte mit WRRL möglich

Naturschutz:

  • Konflikte mit Zielen des Naturschutzes wahrscheinlich

W.05: Freihaltung und Vergrößerung des Hochwasserabflussquerschnitts im Siedlungsraum und Auenbereich

Maßnahmentyp/Erläuterung

  • Beseitigung von Engstellen und Abflusshindernissen im Gewässer und Vergrößerung des Abflussquerschnitts im Auenbereich

Einsatzmöglichkeiten

  • Brücken
  • Durchlässe
  • Wehre
  • sonstige Abflusshindernisse
  • geeignete Abgrabungen im Auenbereich

Wirkung

Wasserwirtschaft:

  • Sicherung Hochwasserabfluss

Naturschutz:

  • grundsätzlich Synergien, aber auch Konflikte mit Naturschutz möglich, insbesondere bei Eingriffen in LRT.

W.06: Freihaltung des Hochwasserabflussquerschnitts durch Gewässerunterhaltung und Vorlandmanagement

Maßnahmentyp/Erläuterung

  • Gewässerunterhaltung
  • Vorlandmanagement

Einsatzmöglichkeiten

  • Entschlammung
  • Entfernen von Krautbewuchs und Auflandungen
  • Mäharbeiten
  • Schaffen von Abflussrinnen
  • Auflagen für die Bewirtschaftung landwirtschaftlicher Flächen
  • Beseitigung von Abflusshindernissen im Rahmen der Gewässerunterhaltung

Wirkung

Wasserwirtschaft:

  • Sicherung Hochwasserabfluss

Naturschutz:

  • Konflikte mit Naturschutz wahrscheinlich, insbesondere bei Eingriffen in LRT

Maßnahmenoptionen zur Reduzierung der Stoffeinträge (Themenfeld G)
Reduzierung der stofflichen Belastung

G.01: Nährstoffreduzierung

Maßnahmentyp/Erläuterung

  • Maßnahmen zur Reduzierung von Nährstoffeinträgen in der FGG Elbe

Einsatzmöglichkeiten

  • Kläranlagen (Neubau, Anpassung, Umbau, Kleinkläranlagen, Misch- und Niederschlagswasseranlagen)
  • Anlage von Gewässerschutzstreifen
  • pfluglose, konservierende Bodenbearbeitung
  • erosionsmindernde Schlagunterteilung
  • Hangrinnenbegrünung
  • Zwischenfruchtanbau
  • Untersaatenanbau (Verringerung bzw. Änderung des Einsatzes von Düngemitteln, Umstellung auf ökologischen Landbau)
  • Maßnahmen am Drainagesystem (Controlled Drainage, spezielle Rohrmaterialien, Drainteiche, technische Filteranlagen usw.)

Wirkung

Wasserwirtschaft:

  • wichtiger Beitrag zum Erreichen des guten ökologischen und chemischen Gewässerzustands
  • Reduzierung direkter und indirekter Nährstoffeinträge in OW und GW aus Punktquellen (Kommune, Industrie) und aus diffusen Quellen (bebaute Gebiete, Landwirtschaft, Erosion und Abschwemmung, Dränagen)

Strombau/Verkehr:

  • Unterstützung der ökologischen Wirksamkeit strombaulicher Maßnahmen

Naturschutz:

  • Unterstützung der ökologischen Wirksamkeit Maßnahmen Naturschutz

G.02: Schadstoffreduzierung

Maßnahmentyp/Erläuterung

  • Maßnahmen zur Reduzierung von Schadstoffeinträgen in der FGG Elbe

Einsatzmöglichkeiten

  • Kläranlagen kommunal/gewerblich (Neubau, Anpassung, Umbau)
  • Bergbau (Grubenwasserbehandlung, Dichtwände)
  • Sanierung Abfall, Altlasten
  • Studien: Entnahme von Sedimenten (mit ggf. anschließender Behandlung, Verwertung und Entsorgung)
  • Landwirtschaft: Reduzierung Pestizideinsatz

Wirkung

Wasserwirtschaft:

  • wichtiger Beitrag zum Erreichen des guten ökologischen und chemischen Gewässerzustands
  • Reduzierung direkter und indirekter Schadstoffeinträge in OW und GW aus Punktquellen (Kommune, Industrie, Bergbau, Abfall, Altlasten) und aus diffusen Quellen (bebaute Gebiete, Landwirtschaft, Sedimente)

Strombau/Verkehr:

  • Unterstützung der ökologischen Wirksamkeit strombaulicher Maßnahmen

Naturschutz:

  • Unterstützung der ökologischen Wirksamkeit Maßnahmen Naturschutz

Letzte Änderung: 14.10.21