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Gesamtkonzept Elbe

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Quelle: BfG

Gleitufer und Prallufer

Blick auf einen Gleit- und Prallhang eines seichten Ausläufers der Elbe. Quelle Sebastian Kofalk, BfG

Bei Flussläufen, die sich schlangenartig durch die Landschaft winden, herrschen innerhalb des Flussbetts an den beiden Uferseiten unterschiedlich starke Strömungen.

  • Prallufer: In Außenkurven ist die Strömung stärker als in Innenkurven. Daher werden kontinuierlich Sand und Gestein vom außen liegenden Uferbereich weggeschwemmt. Die Böschung wird mit der Zeit immer mehr unterspült, bis sie irgendwann abbricht und der Prozess von vorne beginnt.
  • Gleitufer: Bei dem Ufer der gegenüberliegenden Innenkurve verhält es sich genau umgekehrt. Hier ist die Strömung langsamer, sodass sich Geschiebe ansammeln kann. Das entstehende Gleitufer wird auch als „Nährufer“ bezeichnet.

Der natürliche Entstehungsprozess von Prall- und Gleitufern führt nicht nur zum flusstypischen Mäandern, sondern auch zu Altarmen und Altwassern. Die Gewässerstruktur wird dadurch sehr vielfältig.

Um stark bebauten und eingeengten Flüssen ihre Eigendynamik zurückzugeben, können beispielsweise Strömungslenker eingesetzt werden.