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Panoramadarstellung verlandeter Buhnenfelder bei Werben
Quelle: BfG

Buhne

Blick von oben auf die Buhnenfelder der Elbe. Quelle FGG Elbe

Buhnen sind Bauwerke innerhalb des Flussbetts, die der Stromregelung dienen. Sie ragen vom Ufer quer in den Fluss hinein und verringern dadurch die Streichlinie des Flusses. So erhöht sich die Wassertiefe innerhalb der Fahrrinne und die Bedingungen für die Schifffahrt verbessern sich. Gleichzeitig schützen und stabilisieren sie die Ufer.


Aufbau einer Buhne

Buhnen bestehen aus den folgenden Komponenten:

  • Wurzel – der Teil, der die Buhne mit dem Ufer verbindet
  • Rücken – die Oberseite der Buhne, die gegebenenfalls aus dem Wasser herausragt
  • Kopf – das Endstück an der Oberseite der Buhne, das in die Mitte des Flusses hineinragt
  • Fuß – das Endstück des Teils der Buhne, der mit der Sohle verbunden ist.

Bauarbeiten an einer Buhne, die aus Totholz und Sand besteht. Ingenieurbiologische Buhne Quelle BfG

Meistens werden sie zu mehreren innerhalb eines Flussabschnitts gebaut. So entstehen Buhnenfelder. Im Bereich zwischen den Buhnen können starke Strudel entstehen. Daher wird meist davor gewarnt, in diesen Abschnitten schwimmen zu gehen. Der Buhnenschatten ist ein strömungsberuhigter Bereich und befindet sich auf der Seite der Buhne, die dem Strom des Flusses abgewandt ist.

Die Ausrichtung der Buhne kann entweder rechtwinklig zur Strömung oder mit ihr (deklinant) oder gegen sie (inklinant) verlaufen. Ihre Ausrichtung wirkt sich direkt auf den möglichen Schutz des Ufers sowie der Stärke der Anlandung aus. Meistens verlaufen sie gegen die Strömung, wodurch die Ufer am besten vor Erosion geschützt sind, aber die Buhnenfelder stark anlanden können.


Bauweise und Typen von Buhnen

Die meisten Buhnen kommen in Form von aufgeschütteten oder gepflasterten Steinen vor. Aufgrund der europäischen Wasserrahmenrichtlinie werden jedoch immer mehr Buhnen mit organischem Material wie Holz und Pflanzen gebaut oder ausgebessert. Dieses naturnahe Bauen ist umweltfreundlicher und dient dem Naturschutz.

Blick auf eine Kerbbuhne vom Ufer aus. Sie wird vor dem Buhnenkopf vom Wasser überschwemmt. Kerbbuhne Quelle BfG

Buhnen können vom Wasser entweder umströmt oder überströmt werden. Bei ersterem sind also Wurzel, Rücken und Kopf der Buhne zu sehen. Überströmte Buhnen sind dahingegen vom Ufer aus nicht zu sehen, außer zu Niedrigwasserzeiten.

Unabhängig davon, ob umströmt oder überströmt – es wird zwischen folgenden Buhnentypen unterschieden:

  • Kerbbuhne:
    Durch eine Vertiefung im Rücken der Buhne, durch die das Wasser hindurchströmen kann, wird die ökologische Durchgängigkeit des Flusses verbessert. Fische und andere Organismen können sich besser im Buhnenfeld ausbreiten und ansiedeln.
  • Knickbuhne:

    Blick von oben auf eine Hakenbuhne Hakenbuhne Quelle S. Possinger

    Statt einer geraden Form weisen sie einen Knick auf, daher der Name. Dadurch verringert sich die Anlandung und die Ufer werden vor Erosion gut geschützt. So wie Kerbbuhnen wirken sich auch Knickbuhnen positiv auf die Lebensbedingungen im Fluss aus. Aus ökologischen Gründen werden daher immer mehr bestehende, gerade Buhnen in Knickbuhnen umgebaut.
  • Hakenbuhne:

    Ähnlich wie die Knickbuhne macht auch die Hakenbuhne einen Knick, allerdings ist der Winkel hier sehr viel größer. Er kann bis zu 90 Grad betragen.

Mehr Informationen zu Buhnen finden Sie auf der Seite der Bundesanstalt für Wasserbau.