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Panoramadarstellung verlandeter Buhnenfelder bei Werben
Quelle: BfG

Aue

Grüne Auen mit Wiesen und Weichhölzern. Quelle Sebastian Kofalk, BfG

Auen sind Uferlandschaften, die von einem Fluss während Hochwasser immer wieder überspült werden. Sie sind geprägt vom steten Wechsel zwischen Trocken- und Nassphasen. Ihre Tier- und Pflanzenwelt ist aufgrund dieser Abwechslung sehr artenreich. Selbst bei längeren Trockenphasen werden Pflanzen und Bäume, wie zum Beispiel die auentypische Solitäreiche, durch Altarme und Altwasser mit genügend Wasser versorgt.

Die Auenlandschaft besteht aus dem Uferbereich und den angrenzenden Weichholz- und Hartholzauenwäldern, die von Stromtalwiesen umgeben sind.

1. Ufer

Der Uferbereich ist einen Großteil des Jahres mit Wasser bedeckt und besteht aus Kies und Sand, auf dem Wasserpflanzen wachsen.

Weichholz säumt das Ufer der Elbe. Weichholzaue Quelle Sebastian Kofalk, BfG

2. Weichholzaue

An den Uferbereich schließt sich die Weichholzaue an, die mehrmals im Jahr vom Fluss überschwemmt wird. Ihr Boden besteht vor allem aus Sand, auf dem biegsame Weiden, Erlen und Pappeln wachsen. Sie haben sich an die mitunter starken Strömungen bei Überflutungsphasen angepasst und halten ihnen Stand.

3. Hartholzaue

Überflutete Hartholzaue im Winter. Baumstämme ragen aus dem Wasser. Hartholzaue Quelle Guido Puhlmann

Noch weiter Richtung Innenland schließen sich die Hartholzauen an. Sie werden etwa ein- bis zweimal im Jahr durch starkes Hochwasser geflutet. Der Boden ist lehmig und wird von Eichen, Ulmen, Eschen und Ahornen beherbergt.

4. Stromtalwiese

Stromtalwiesen durchziehen die Auenlandschaft. Dort lebende Pflanzen und Tiere sind den extremen Feuchtigkeitsschwankungen der Auen direkt ausgesetzt und müssen sowohl mit andauernder Trockenheit als auch Flut zurechtkommen. An die Bedingungen angepasst haben sich insbesondere Brenndolden. Während der Trockenzeit werden manche Wiesen ein- bis zweimal im Jahr gemäht und dienen als Viehweide.

Blick auf die hohen Gräser eine Stromtalwiese in den Auen der Elbe. Stromtalwiese Quelle BfG