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Quelle: BfG

Elbe-Reststrecke

Die ca. 13 Kilometer lange Elbe-Reststrecke zwischen Damnatz bei Dömitz und Hitzacker (El-Km 508 bis 521) ist im Gesamtkonzept Elbe als ein Schwerpunkt aufgeführt.

Es soll untersucht werden, ob Maßnahmenoptionen des GKE so umsetzbar sind, dass sie zugleich den verkehrlichen, ökologischen und wasserwirtschaftlichen Zielen für diesen besonderen Streckenabschnitt dienen und sie in sinnvoller Weise verbinden können.

Übersichtkarte des deutschen Einzugsgebietes der Elbe mit der markierten Lage der Elbe-Reststrecke. Ein zusätzlicher Ausschnitt einer topografischen Karte zeigt den Verlauf der Reststrecke zwischen Damnatz und Hitzacker. Lage der Elbe-Reststrecke

In der Elbe-Reststrecke ist der Gewässerlauf zwischen den Buhnen links und rechts der Elbe etwa 50 Meter breiter als in den angrenzenden Streckenabschnitten stromab und stromauf. Kriegsbedingt wurde im 20. Jahrhundert in diesem Streckenabschnitt der Elbe die Bauwerksanpassung ausgesetzt und auch zu Zeiten der deutschen Teilung nicht mehr realisiert. Die für die schifffahrtliche Nutzung nur eingeschränkt regelungswirksamen Bauwerke führen in diesem Streckenabschnitt zu einem ungleichmäßigen Sedimenttransport. Eine Folge davon sind sehr große, wandernde Sandbänke, die sich im Gewässerbett stromab bewegen. Sie machen das ständige Verlegen der Fahrrinne sowie permanent wiederkehrende umfangreiche Geschiebeumlagerungen mit Hilfe von Baggerschiffen erforderlich. Trotz eines sehr hohen Unterhaltungsaufwandes kann das Unterhaltungsziel für die Fahrrinnentiefe in diesem Streckenabschnitt der Bundeswasserstraße regelmäßig nicht erreicht werden. Dadurch stellt die Elbe-Reststrecke zwischen Magdeburg und der Staustufe Geesthacht in Bezug auf die Fahrrinnentiefe einen limitierenden Streckenabschnitt dar. Für die Schifffahrt besteht hier stets die Gefahr auf Grund zu laufen.

Bereits in den 1990er Jahren wurden von der Bundesanstalt für Wasserbau (BAW) und der Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG) Untersuchungen für ein wasserbaulich-ökologisches Konzept zur verkehrlichen Ertüchtigung der Reststrecke durchgeführt. Die Pläne für Maßnahmen zur Anpassung dieses Streckenabschnitts mit dem Ziel, die wiederkehrenden Ausbaggerungen zu vermeiden, wurden nach dem Hochwasser vom August 2002 auf Beschluss der Bundesregierung abgebrochen.

Im Jahr 2020 haben die zuständigen Behörden der Bundesländer Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern sowie die WSV eine Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft für die Umsetzung des Gesamtkonzeptes Elbe an der Elbe-Reststrecke gegründet. Aktuell wird in dieser Arbeitsgemeinschaft unter Beteiligung der Bundesanstalt für Wasserbau, der Bundesanstalt für Gewässerkunde und des Bundesamtes für Naturschutz eine konzeptionelle Vorstudie erstellt, die den Grundstein für weiterführende Planungsleistungen zur erfolgreichen Umsetzung des Gesamtkonzeptes Elbe in diesem Streckenabschnitt darstellen soll.

Letzte Änderung: 05.10.21