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Gesamtkonzept Elbe

Gemeinsam einen Fluss gestalten!

Die Binnenelbe mit ihren Auen beherbergt wertvolle Natur- und Kulturlandschaften und ursprüngliche Lebensräume von herausragender Bedeutung. Die Flusslandschaft Elbe ist auf mehr als 400 Flusskilometern länderübergreifendes UNESCO-Biosphärenreservat und damit Modelllandschaft für nachhaltige Entwicklung. Sein Ursprung liegt in einem der ältesten Biosphärenreservate Deutschlands.

Containerschifffahrt auf der Elbe Containerschifffahrt auf der Elbe Quelle: WSV.de

In der Vergangenheit haben die verschiedenen Nutzungsansprüche an die Elbe, wie Schifffahrt, Naturschutz, Hochwasserschutz, Tourismus, Hafenwirtschaft usw., zu kontroversen Auseinandersetzungen zwischen den beteiligten Akteuren geführt. Mit dem 2017 beschlossenen Gesamtkonzept Elbe sollen die unterschiedlichen Ansprüche gleichberechtigt miteinander abgewogen werden. Die schifffahrtliche Nutzung soll verlässlich möglich sein und die Grundlagen des Naturhaushalts weiterentwickelt und verbessert werden.


Das Gesamtkonzept Elbe wurde durch eine Arbeitsgruppe von Bund und Ländern erarbeitet, die bei der Erstellung im Beratergremium von Interessenvertreterinnen und -vertretern aus Wirtschaft, Umwelt und Zivilgesellschaft unterstützt wurden. Die Umsetzung des Gesamtkonzeptes Elbe im Anschlussprozess liegt nicht allein auf der Seite des Bundes und damit in der Zuständigkeit der beiden Ministerien (Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur und Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit). Für wesentliche Teile - wie z.B. den Hochwasserschutz als Teil der Wasserwirtschaft, den Naturschutz, den Tourismus und die Hafenwirtschaft - sind die Bundesländer zuständig. Die Elbe berührt in ihrem Flusslauf und mit ihren Nebenflüssen 10 von 16 Bundesländern.


Mit dem Gesamtkonzept Elbe wird dem Fluss eine langfristige Entwicklungsperspektive gegeben, welche die verkehrliche Nutzung der Binnenelbe mit den wasserwirtschaftlichen Notwendigkeiten und der Erhaltung des wertvollen Naturraums in Einklang bringen soll. Dazu enthält das Gesamtkonzept neben einer neuen Leitlinie für die Elbe auch Vorschläge für Maßnahmen für die konkrete Umsetzung vor Ort.Eine besondere Bedeutung kommt dem Anschlussprozess zu. Darin wird der vorliegende Handlungsrahmen weiterentwickelt, offene Fragen geklärt und somit der Prozess fortgeführt. Dabei werden die Interessenvertreterinnen und -vertreter und die Öffentlichkeit in die Diskussion und Umsetzung von Maßnahmen sowie die Weiterentwicklung des Konzeptes einbezogen.