Projektseite Gesamtkonzept Elbe

Wasserwirtschaft

Die Bewirtschaftung der Gewässer im Elbeeinzugsgebiet wird länderübergreifend unter Beteiligung des Bundes in der Flussgebietsgemeinschaft (FGG) Elbe koordiniert.

Der Rahmen für die wasserwirtschaftlichen Planungen und Maßnahmen ist durch die europäische Wasserrahmenrichtlinie (2000/60/EG (WRRL)) und die Hochwasserrisikomanagement-Richtlinie (2007/60/EG(HWRM-RL)) vorgegeben. Maßnahmen, die zum Erreichen der Ziele der Richtlinien notwendig sind, werden in einem Bewirtschaftungsplan und Maßnahmenprogramm (WRRL) und einem Hochwasserrisikomanagement-Plan (HWRM-RL) zusammengefasst, die Pläne sind alle 6 Jahre zu aktualisieren. Für die wasserwirtschaftliche Unterhaltung der Elbe, die sich explizit an den Bewirtschaftungszielen der WRRL orientiert, ist der Bund als Eigentümer der Bundeswasserstraßen verantwortlich. Damit geht die Verantwortlichkeit des Bundes für ökologische und wasserwirtschaftliche Belange über die Berücksichtigung bei der Erfüllung seiner verkehrlichen Aufgaben hinaus.

Die Ziele der WRRL sind nur mit dem Erhalt und der Wiederherstellung naturraumtypischer hydromorphologischer Gegebenheiten erreichbar. Neben der Reduzierung der stofflichen Belastungen im Einzugsgebiet ist die Verbesserung der Gewässerstruktur ein Kernthema der Maßnahmenplanung. An der Elbe selbst stehen Habitatverbesserungen im Gewässer durch Laufveränderung, Ufer- oder Sohlgestaltung, Habitatverbesserungen im Uferbereich und Auenentwicklung sowie auch Maßnahmen zur Verbesserung des Geschiebehaushaltes bzw. Sedimentmanagements im Vordergrund.

Ausgehend von den grundlegenden Zielen der HWRM-RL (Vermeidung, Schutz, Vorsorge und Wiederherstellung/Regeneration) sind Maßnahmen erforderlich, die nicht nur den Hochwasserschutz verbessern, sondern zu einer verbesserten Hochwasservorsorge und zur Vermeidung von Hochwasserrisiken an der Elbe beitragen. Die Schwerpunkte an der Elbe liegen in der Festsetzung von Überschwemmungsgebieten und der Schaffung zusätzlicher Rückhalteräume durch Rückverlegung von Deichen und Errichtung von Flutungspoldern. Hinzu kommen Maßnahmen zur Unterhaltung bzw. zur Ertüchtigung und dem Ausbau vorhandener Schutzanlagen, der Freihaltung des Hochwasserabflussquerschnittes und der Anpassung von Nutzungen.

Detaillierte Informationen sind in den Dokumenten der Schwachstellenanalyse und der Zieldefinition für das Arbeitspaket Wasserwirtschaft enthalten.